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Bauanleitung: Schritt für Schritt zum Hochbeet aus Holz

Nachdem ich erfolgreich einen Bausatz für ein Hochbeet ergattert und die Einzelteile auf den niederländischen Campingplatz transportiert habe, beginnt nun die eigentliche Arbeit: das Aufbauen.

Tatsächlich ist es dank des selbsterklärenden Bausatzes von Holz & Garten recht simpel, alle Einzelteile zusammenzuschrauben. Dennoch müssen einige Vor- und Nacharbeiten stattfinden, damit Hochbeet Rosi auch richtig steht. Und ich muss noch ein paar Materialien (Wühlmausgitter & Werkzeug) zusätzlich besorgen, obwohl der Lieferumfang fast keine Wünsche mehr offen lässt: Neben Schrauben werden der passende Schraubendreheraufsatz sowie ein Holzbohrer und Teichfolie mitgeliefert. Also, los geht’s!

Schritt 1: Vorbereitungen des ausgesuchten Platzes

Direkt neben dem Kirschlorbeerbäumchen möchte ich das Beet platzieren, im rechten Winkel zum Mobilheim. Hier gibt es eine gute Sonneneinstrahlung – alle im Beet befindlichen Pflanzen werden genug Sonne bekommen. Da der Baum ohnehin spätestens im Herbst zurückgeschnitten werden muss, habe ich hier direkt die perfekte Füllung für das Beet. Eine Hortensie versetze ich ebenfalls, damit ich später gut an das Beet herankomme.

Schritt 2: Das Fundament legen

Was ich gelernt habe ist: Ein Holzhochbeet darf niemals direkt auf dem Boden stehen. Denn der Kontakt zur Erde führt zu beschleunigter Verwitterung des Holzes – das möchte ich natürlich verhindern. In verschiedenen Ratgebern, unter anderem dem Buch “Das unglaubliche Hochbeet”, das ich demnächst noch einmal ausführlich rezensieren möchte, wurde ein Steinfundament empfohlen. Neben den klassischen Kantensteinen ist auch ein Drainage-Fundament aus Kieselsteinen denkbar. Da ich hier auf dem Campingplatz in einem der Materialcontainer zahlreiche gut erhaltene Kantensteine gefunden habe, entscheide ich mich für diese Variante.

Schritt 3: Rahmenkonstruktion zusammenbauen – endlich!

Nun geht es an die eigentliche Arbeit. Ich freue mich schon seit Tagen darauf, mit den Holzarbeiten zu beginnen. Wie mir ein Mitarbeiter beim Abholen des Hochbeets erklärt hat, gibt es neben den benötigten Schrauben auch einen passenden Aufsatz für den Schraubendreher oder Akkuschrauber sowie – und darüber freue ich mich am meisten – einen passenden Holzbohrer. Zwar ist das Kiefernholz recht weich, doch mit vorgebohrten Löchern bin ich sicher, dass es nicht splittert.

Im Bausatz enthalten:

  • Hochbeet-Einzelteile
  • Schrauben
  • Bit für den Schrauber
  • Holzbohrer
  • Teichfolien zum Auskleiden

Zusätzlich muss ich besorgen:

  • Akkuschrauber (oder Bohrmaschine)
  • Wühlmausgitter
  • Handtacker (alternativ Dachpappnägel)

Seitenteile zusammenstecken, vorbohren und verschrauben

Obwohl keine Bauanleitung beiliegt, ist es selbsterklärend, wie die Rahmenkonstruktion gebaut wird. Da ich aus der Ikea-Generation stamme, sind das Zusammenstecken der Teile, das gleichmäßige Ausrichten auf dem Boden und die Bohrungen kein Problem.

Die Seitenteile passen perfekt in den Eckpfosten. Ich bohre die Löcher vor – läuft wie geschmiert.

Die Schraube zieht sich wunderbar ins Holz und sitzt fest. Und zwar ohne besonders teuren Akkuschrauber.

Schon mal testen, wie es steht: Das Seitenteil liegt stabil auf den Kantensteinen. Jetzt baue ich erst das Fundament zu Ende, dann den Holzrahmen.

Alles passt gut zusammen und lässt sich super verarbeiten. Nur an einer Stelle ist eine Querlatte etwas uneben. Die können wir beisägen, dann passt sie auch in den Eckpfosten.

Schritt 4: Wühlmausgitter und Teichfolie befestigen

Als die “Holzkiste” steht, muss ich mich an die Innenverkleidung begeben. Die besteht aus zwei Elementen. Das Wühlmausgitter hält ungebetene Nager ab. Ich hatte im Internet ein feinmaschiges Drahtgitter gekauft, das ich nur in der Länge anpassen muss. Dann kann ich es mit dem Handtacker an der Innenseite des Holzes befestigen. Wichtig sind die Handschuhe, da das Gitter ziemlich scharfe Ränder hat.

Als letzter Schritt folgt die Befestigung der mitgelieferten Teichfolie. Tatsächlich scheiden sich hier die Geister in Bezug auf das beste Material. Wichtig ist, dass die Erde nicht in direkten Kontakt mit dem Holz kommt. Wie mir der Mitarbeiter von Holz & Garten sagt, haben sie gute Erfahrungen mit Teichfolie. Andere empfehlen die sogenannte Noppenfolie – damit Kondenswasser des Holzes verdunsten kann. Ich nutze das mitgelieferte Material und vertraue auf die Erfahrung des Herstellers. Auch die Folie befestige ich mit dem Handtacker. Der wird noch mein Lieblingswerkzeug!

Fertig: Mein Hochbeet steht!

Insgesamt arbeite ich mehrere Tage am Bau des Beetes. Vorbereitung, Fundament, Rahmenkonstruktion und Innenauskleidung nehmen jeweils einen Nachmittag in Anspruch. Natürlich auch wegen der Ablenkung durch die Kinder. Die sind übrigens auch schon gespannt, was wir im kommenden Jahr so anbauen werden. Doch als Nächstes müssen wir die Befüllung planen.


Redaktioneller Hinweis

Da ich mit der Firma Holz & Garten im Austausch bezüglich des Hochbeets stehe, möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass das Unternehmen so freundlich ist und mir erlaubt, über meine Erfahrungen mit dem Bausatz unter Nennung des Markennamens zu berichten. Ich habe es abzüglich eines Testmodell-Rabatts gekauft.